Jahresbericht 2025

Bericht des Stiftungsrates

Highlights 1995 - 2025

Das Jahr 2025 stand ganz im Zeichen unseres 30-jährigen Jubiläums. Höhepunkt der Feierlichkeiten war der Jubiläumsanlass vom 31. Oktober in der Giesserei Oerlikon, bei dem wir gemeinsam mit Gemeinden, RAV-Beratenden, Kundinnen und Kunden, Lieferanten, Mitarbeitenden sowie Freundinnen und Freunden auf drei bewegte Jahrzehnte zurückblickten. Mit spannenden Rückblicken und Anekdoten der Präsidentin des Stiftungsrates, Gabriela Winkler, sowie des ersten Geschäftsführers, Stefan Kuchelmeister, begaben sich unsere Gäste auf eine abwechslungsreiche Zeitreise durch die vielen prägenden Ereignisse unserer Geschichte.

Im Berichtsjahr standen unsere Angebote Jugendlichen, jungen Erwachsenen und Erwachsenen mit und ohne Fluchthintergrund offen. Im Fokus standen individuelle Lösungen, die an den Stärken, Ressourcen und Potenzialen der Teilnehmenden anknüpften. Die umgesetzten Programme und Massnahmen eröffneten neue Perspektiven, stärkten individuelle Kompetenzen und schufen nachhaltige Chancen für die berufliche Integration.

Ein weiterer bedeutender Meilenstein war die Verlängerung der Zusammenarbeit mit dem Amt für Arbeit. Für die Periode 2026–2030 konnten die bestehenden Rahmenverträge erfolgreich erneuert werden. Den dafür notwendigen Vorbereitungsarbeiten widmeten wir insbesondere im zweiten Halbjahr grosse Aufmerksamkeit, um pünktlich auf Januar 2026 optimal auf die Umsetzung der neuen Vorgaben vorbereitet zu sein.

Einen zentralen Schwerpunkt bildeten dabei die konsequente Weiterführung der Digitalisierung sowie die verstärkte Nutzung organisatorischer Synergien und die Bildung der Teilnehmenden. Besondere Bedeutung kommt zudem dem gezielten und verantwortungsvollen Einsatz künstlicher Intelligenz zu – sowohl im Bewerbungsprozess als auch im operativen Tagesgeschäft.

Trotz der spürbaren Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt im vergangenen Jahr blieben die Beschäftigungsmöglichkeiten insgesamt auf einem hohen Niveau. Mit einer gezielten, bedarfsgerechten und wirkungsvollen Unterstützung gelang es vielen Teilnehmenden, den Einstieg oder Wiedereinstieg in die Arbeitswelt erfolgreich zu realisieren.

Im kommenden Jahr werde ich nach 15 Jahren im Stiftungsrat, davon 3 Jahre als Präsidentin, mein Amt weitergeben. Diese Zeit war für mich sehr wertvoll und bereichernd. Meinem Nachfolger Mark Eberli, Delegierter des GPV, wünsche ich viel Erfolg und dem langjährigen Geschäftsführer Anton Muff danke ich herzlich für sein grosses Engagement und wünsche ihm für seinen frühzeitigen Ruhestand alles Gute. Seine Nachfolgerin, Sarah Müller, die am 1. April bei uns startet, heissen wir herzlich willkommen und wünschen ihr einen erfolgreichen Start.

Der Stiftungsrat dankt der Geschäftsführung und den Mitarbeitenden für ihren unermüdlichen Einsatz bei der Erfüllung der Ziele der Stiftung.

Nun wünschen wir Ihnen eine spannende und anregende Reise durch 30 Jahre Stiftung Chance. Entdecken Sie mit uns bewegende Geschichten, wichtige Etappen und prägende Entwicklungen, die unsere Stiftung geformt haben – und lassen Sie sich von dem inspirieren, was war und was noch kommt.

Gabriela Winkler
Präsidentin des Stiftungsrates


1995

  • Gründung der Stiftung Chance durch den Verband der Gemeindepräsidien des Kantons Zürich (GPV), den Verein Zürcher Gemeinde- und Verwaltungsfachleute (VZGV) sowie die Zürcher Kantonalbank (ZKB).
  • Der Geschäftssitz befindet sich zunächst an der Dufourstrasse, kurz darauf an der Höschgasse 52 in Zürich.

1996

  • Das Kantonale Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit (KIGA) Thurgau bewilligt für das Jahr 1997 das Projekt «Reaktiver Thurgau» mit 400 Jahresplätzen.

1997

  • Das neue Arbeitslosenversicherungsgesetz (AVIG) tritt in Kraft.
  • Das KIGA bewilligt für das Jahr 1998 insgesamt 600 Teilnehmenden-Monate (TN-Monate).
  • Im Januar erfolgt der Umzug an die Klausstrasse 43.

1998

  • Der Stiftungsrat genehmigt ein Pilotprojekt für langzeitarbeitslose Personen mit physischen und psychischen Beeinträchtigungen.

1999

  • Die Programme „Fit für den Arbeitsmarkt“ (FIFAM) und „Effort“ werden entwickelt und erfolgreich eingeführt.

2000

  • Mit dem AWA (Amt für Wirtschaft und Arbeit) wird eine Leistungsvereinbarung für „Reaktiver 2000“ über 105 Jahresplätze abgeschlossen.
  • Im Juli startet das Projekt „Rückkehrhilfe Kosovo“ im Auftrag des Bundesamts für Flüchtlinge.

2001

  • Nach einer Evaluation wird „FIFAM“ in Zusammenarbeit mit dem AWA weitergeführt.

2002

  • Der Abklärungsbereich von „FIFAM“ wird ausgebaut und personell um vier Mitarbeitende verstärkt.

2003

  • In der Stiftung Chance sind insgesamt 25 Mitarbeitende tätig.

2004

  • Die Stiftung Chance verlegt ihren Standort nach Schlieren an die Grabenstrasse 3. Der Umbau der 1’100 m² grossen Räumlichkeiten beläuft sich auf CHF 1 Mio.
  • Über sämtliche Angebote hinweg wird eine Auslastung von 115 % erreicht.

2005

  • Die Stiftung Chance feiert ihr 10-jähriges Bestehen.

2006

  • Die Stiftung Chance wird SVOAM-Norm zertifiziert.
  • Die Strategie «Vision Chance» wird konsequent weiterverfolgt.
  • Der Lehrbetriebsverbund (LBV) wird gegründet und die Wäscherei eingerichtet.

2007

  • Im Rahmen einer Ausschreibung des AWA brechen 75 % der Aufträge weg – die Stiftung Chance steht vor einem grundlegenden Neuanfang.
  • «Sanus», ein Angebot für Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen, wird als PvB (Programm zur vorübergehenden Beschäftigung) etabliert.

2008

  • Das Logo wird modernisiert und mit dem Claim «Kompetenzcenter für soziale und berufliche Integration» ergänzt.
  • Die Stiftung Chance wird eduQua-zertifiziert.
  • Vom AWA werden 63 Strategiekurse sowie fünf Vorhaben mit insgesamt 739 Kurstagen gewonnen.
  • Mit dem Kompetenzzentrum für Sozialversicherungen (SVA) wird eine Leistungsvereinbarung für Integrationsmassnahmen abgeschlossen.
  • Zum Angebotsportfolio gehören: SANUS als PvB, Strategiekurse, Berufliche Integration Gemeinden (BERIS), der Lehrbetriebsverbund, die Wäscherei sowie die Vermietung von Kursräumen.

2009

  • Zwölf Jugendliche beginnen im Lehrbetriebsverbund eine EBA-Ausbildung.
  • Die Stiftung Chance wird nach ISO 9001 zertifiziert.

2010

  • In Zusammenarbeit mit dem Kantonalen Sozialamt nimmt die Triagestelle für die Integration von Flüchtlingen ihre Arbeit auf.
  • 25 Jugendliche absolvieren die Grundausbildung im Lehrbetriebsverbund.

2011

  • Die Ausschreibung der Strategiekurse des AWA kann nicht erneut gewonnen werden.

2012

  • Das Inventar der Bauteilbörse Zürich wird übernommen; der neue Name lautet «BauTeile Zürich».
  • Im Rahmen einer Ausschreibung werden drei Angebote eingereicht: PvB EP KV, PvB GP Wäscherei sowie PvB GP/EP BauTeile.

2013

  • Für 45 Jahresplätze (JP) im PvB GP/EP BauTeile wird der Zuschlag erteilt.
  • Die Wäscherei wird als Angebot für die Gemeinden weitergeführt.
  • Die beiden bisherigen Standorte werden zusammengeführt; der Umzug erfolgt an die Regina-Kägi-Strasse 11 in Oerlikon.
  • Das Chancen-Logo wird modernisiert und verliert seinen charakteristischen Schweif.

2014

  • Die Leistungsvereinbarung PvB BauTeile mit dem AWA wird von 45 auf 25 Jahresplätze (JP) reduziert.

2015

  • Die Fachstelle Integration schreibt die Triagestelle neu aus; der Zuschlag geht an uns.
  • Der Lehrbetriebsverbund lanciert das Projekt «Mütter in Ausbildung».
     

2016

  • Eine neue Aufbauorganisation wird eingeführt: mit einem Geschäftsführer vor Ort sowie einer Geschäftsleitung, bestehend aus den Bereichsleitenden.

2017

  • Ein Konzept für das PvB KV, Informatik, Detailhandel (KID) wird eingereicht; es werden 15 Jahresplätze bewilligt.

2018

  • An der Ausschreibung der Sozialen Dienste der Stadt Zürich beteiligen wir uns mit drei Konzepten und erhalten den Zuschlag.

2019

  • Im Auftrag des AWA werden die Konzepte der PvB überarbeitet. Die Jahresplätze im PvB KID werden von 15 auf 25 erhöht; das PvB BauTeile wird in angepasster Form weitergeführt.
  • Das Motivationssemester BIPTECH (SEMO) wird per Juli in die Organisation integriert.
  • Die ersten Zivildienstleistenden nehmen ihre Tätigkeit in der Bewerbungsunterstützung auf.

2020

  • Während des Corona-Lockdowns arbeiten die Mitarbeitenden im Homeoffice; Coachings werden online durchgeführt.
  • Die Ausschreibung der Post Immobilien & Management AG für die Wäscherei wird gewonnen.

     


2021

  • Für die Gemeinden des Kantons Zürich erbringen wir fünf akkreditierte Angebote aus dem kantonalen Angebotskatalog (IAZH) für Personen mit Fluchthintergrund.

2022

  • Aufgrund zu geringer Auslastung wird die Wäscherei geschlossen und der Maschinenpark veräussert.
  • Der Lehrbetriebsverbund kann nicht mehr selbsttragend finanziert werden und wird aufgelöst; die Lernenden werden vom Berufslehr-Verbund Zürich (bvz) übernommen.

2023

  • Der Umzug in neue, moderne Räumlichkeiten an der Flughofstrasse 54 in Glattbrugg wird vollzogen.

2024 

  • Im Zuge des Domizilwechsels werden die Statuten modernisiert.
  • Für die Periode 2026–2030 reichen wir neue Konzepte beim Amt für Arbeit (AFA) ein.

2025

  • Vom AFA erhalten wir neue Rahmenverträge für die Angebote PvB Einzeleinsatzplätze (EP) und Gruppeneinsatzplätze (GP), SEMO EP/GP BIPTECH sowie JobCoaching Plus für Jugendliche und Erwachsene in unterschiedlichen Branchen und Berufen.
  • Das Jahr 2025 steht ganz im Zeichen unseres 30-jährigen Jubiläums. Höhepunkt der Feierlichkeiten ist der Jubiläumsanlass vom 31. Oktober in der Giesserei Oerlikon, bei dem wir gemeinsam mit Gemeinden, Kundinnen und Kunden, Lieferanten, Mitarbeitenden sowie Freundinnen und Freunden auf drei bewegte Jahrzehnte zurückblicken.

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